Brief vom 16. Juli 1944

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Ort.Ungenannt 16.7.44

Liebe Eltern und Geschwister!

Die herzlichsten Sonntagsgrüsse sendet

Euch allen Sohn und Bruder Eduard.

Hoffe dass es Euch noch gut geht was bei

mir noch der Fall ist. Erhielt gestern

nochmal Post von von Euch von Meuspather

Josef und Thelen Jakob. Die Briefe waren vom

20.6. + 29.7. Gestern sind wir nun an der Front an-

gekommen. Es geht ganz heiter zu. Der Feind

hat gewaltig viel Artillerie und Flieger eingesetzt.

Einen deutschen habe ich noch nicht gesehen.

Ganz pausenlos schiesst der Gegner mit seiner

Artillerie rüber. Nacht's ist's etwas ruhiger.

Es ist doch noch etwas schlimmer wie in Russland

wie die Alten sagen. Diese Nacht sind wir wieder

zurück in die Fernprose[?]stellung gefahren. Da

hat man noch mehr Ruhe. Nun müssen wir abwechselnd

Munition vor fahren. Da kommt wirklich nur

der Glück hat durch wenn man richtig drinnen

ist. Ich glaube nicht mehr an ein Raus-Werfen[?].

Will nun schliessen in der Hoffnung auf frohes

Wiedersehen. Es grüsst Euch herzlich

Eduard

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Wir liegen 20 Kilometer südwestlich Caen. Die Verpflegung

geht schon weil genug Vieh hier umher läuft. Wenn

Ihr 100 Gramm schicken könnt dann schickt mal

einen Rosenkranz.